00:00:00: Hallo zu einer neuen Podcastfolge von Kein Aber Punkt.
00:00:06: Ja, in der letzten Folge habe ich mal angefangen mir das große Thema Motivation anzuschauen und ein paar kleine Impulse mitzugeben Und ich möchte gerne da weitermachen, auch wenn ich natürlich hoffte dass du auch da schon ein paar Impulse mitbekommen hast und da vielleicht einen anderen Blickwinkel schon hast auf das Thema Motivation.
00:00:30: Aber wie gesagt heute gerne nochmal zwei weitere Aspekte des eine das Thema Disziplin oder Selbstverständnis und bei der anderen Geschichte geht es noch mal um unser Herz und unseren Kopf.
00:00:46: Erst mal möchte ich dich gerne mitnehmen und zwar nicht ins Fitnessstudio, nicht in irgendeiner Theorie sondern in einem ganz normalen Montagmorgen.
00:00:56: Dein Wecker klingelt!
00:00:58: Du öffnest die Augen und noch bevor du aufstehst geht das Gespräch in deinem Kopf los.
00:01:06: Eigentlich müsste ich heute Sport machen und ich müsste halt auf jeden Fall mal drauf achten mehr zu trinken.
00:01:14: Naja, ich müsste mich auch mal langsam anfangen wirklich gesünder zu ernähren vor allem so nach dem Wochenende.
00:01:20: Und ich müsste heute Abend auch unbedingt mal früh ins Bett.
00:01:24: Ja!
00:01:25: Ich müsste... Da fällt ja bestimmt noch irgendwas anderes ein.
00:01:30: Ich glaube das kennen wir alle und weißt du was dabei natürlich auffällt?
00:01:35: Dieses eine kleine Wort müsste nicht Ich möchte und ich freue mich drauf oder das tut mir gut, sondern ich müsste.
00:01:45: Und genau da beginnt was, was mir immer wieder auffällt.
00:01:51: Sobald aus einem ich möchte ein ich müsste wird verändert sich etwas nicht nur in unserem Kopf, sondern auch in unserem Körper und plötzlich fühlt sich die Bewegung mit Pflicht an, die gesunde Ernährung wie Verzicht Entspannung wie ein weiterer Termin im Kalender.
00:02:11: und genau dann sagen wir uns irgendwann mir fehlt einfach die Disziplin.
00:02:17: Und ich möchte dir gerne jetzt mal eine Frage stellen, ihr musst auch nicht sofort beantworten, nimmst gerne mal mit!
00:02:24: Wann hast du das letzte Mal was getan?
00:02:27: Weil es dir wirklich gut getan hat und nicht weil du dachtest dass du's tun solltest.
00:02:34: und ich glaube genau hier ist eben dieser große Unterschied.
00:02:39: Ich habe in diesen vielen Jahren jetzt wirklich Menschen begleitet, die unglaublich diszipliniert waren.
00:02:47: Die haben ihre Termine eingehalten, sie haben ihre Ernährung perfekt geplant, die hatten ihre Uhr, ihre App ihren Trainingsplan und von außen hat wahrscheinlich jeder gesagt wow was für eine krasse Disziplin!
00:03:01: Aber wenn ich dann mit denen gesprochen hab höre dich dann oft etwas ganz anderes nämlich Sie war müde, erschöpft, gestresst.
00:03:11: Sie funktionierten nur noch.
00:03:14: aber so richtig lebendig haben sie sich nie gefühlt.
00:03:16: und dann gab es eben noch die anderen Menschen, die ebenfalls regelmäßig trainierten.
00:03:23: alles andere als perfekt nicht jeden Tag nicht ohne Ausnahmen aber sie kamen und zwar Woche für Woche Jahr für Jahr.
00:03:31: Und wenn ich die dann gefragt habe warum bist du denn heute hier?
00:03:35: Dann hat fast nie mal jemand gesagt, weil ich Kalorien verbrennen möchte oder weil ich noch drei Kilo verlieren muss.
00:03:42: Die sagten Dinge wie ... Weil ich weiß, wie gut ich mich danach fühle?
00:03:47: Ich weiß wenn ich hier rausgehe geht es mir besser als in dem Moment wo ich zu dir gekommen bin.
00:03:52: Weil meine Bewegung gut tut und weil ich den Nachdenk kopffrei hab.
00:03:56: Weil ich wieder mehr Geduld mit meinen Kindern vielleicht habe.
00:04:00: Oder weil ich besser schlafe.
00:04:03: Und merkst du da den Unterschied?
00:04:04: Der Sport war nicht mehr das Ziel, sondern er war zu einem Teil ihres Lebens geworden.
00:04:12: Fast so selbstverständlich wie das Zähne putzen morgens oder abends.
00:04:17: und genau das fasziniert mich bis heute denn die Menschen mussten sich nicht jeden Tag neu motivieren ich musste sie auch gar nicht motivieren Nicht weil sie ganz besonders außergewöhnlich waren, sondern weil sie irgendwann aufgehört haben Bewegung als Aufgabe zu sehen.
00:04:34: Es war so eine Form der Selbstfürsorge geworden.
00:04:37: und das ist was ganz anderes.
00:04:40: Und ich glaube nämlich nicht dass wir dauerhaft Dinge tun weil wir jetzt besonders diszipliniert sind.
00:04:45: Sondern ich glaube wir tun dauerhaft Dinge Weil Sie Teil unserer Identität gewonnen sind.
00:04:53: Vielleicht kennst du auch den Satz?
00:04:54: Ich bin halt eben unsportlich oder?
00:04:56: ich war noch nie konsequent.
00:04:59: Und ich höre die Sätze so oft und jedes Mal denke ich mir, oh wie schade!
00:05:05: Denn... Wir erzählen uns irgendwelche Geschichten über uns und irgendwann glauben wir so wahrscheinlich sogar noch.
00:05:12: Aber was wäre denn, wenn diese Geschichte überhaupt gar nicht stimmt?
00:05:15: Was wäre, wenn du gar nicht undiszipliniert bist?
00:05:19: Und was wär, wenn Du bisher nur versucht hast, irgendwelchen Ziele zu verfolgen die aber nie wirklich eine Bedeutung für Dich hatten?
00:05:29: Diese Frage hat einfach meine Arbeit verändert.
00:05:31: Früher habe ich die Menschen gefragt, was möchtest Du erreichen?
00:05:35: und heute frage ich viel häufiger, warum ist dir denn das wichtig?
00:05:41: Und dann passiert eben nicht diese Antworten.
00:05:44: Ich möchte abnehmen, ich möchte fitter werden oder... keine Ahnung, gesünder sein.
00:05:50: Wir bleiben neugierig in der Sache mal auf dem Grund und dann höre ich Sätze wie Ich möchte wieder mit meinen Enkeln auf den Boden spielen können oder ich möchte mich morgens wieder gerne im Spiegel anschauen.
00:06:02: Ich möchte abends noch Energie haben und nicht nur funktionieren oder ich möcht das Gefühl haben, wieder ich selbst zu sein.
00:06:08: Genau da beginnt eben die Veränderung.
00:06:11: Es war nicht auf der Waage, nicht beim Trainingsplan sondern bei Menschen Und vielleicht hast du dich gerade in der einen oder anderen Situation auch wiedergefunden und vielleicht kennst du das Gefühl, dass ich immer wieder irgendwie überwinden zu müssen.
00:06:30: Vielleicht hast Du Dich ja schon gefragt Ja aber warum ist es denn so, dass mir manche Dinge so unglaublich schwer fallen?
00:06:37: Während andere das scheint mal mühelos irgendwie schaffen und dranbleiben?
00:06:44: und da glaube ich sollten wir mal unser Gehirn und unser Herz verfolgen, weil die nämlich manchmal zwei komplett unterschiedliche Strategien haben.
00:06:57: Unser Gehirnt liebt Ziele – das liebt Listen, Pläne, messbare Ergebnisse, zehn Kilo weniger, Zehntausend Schritte, drei Trainingseinheiten pro Woche, halb Marathon.
00:07:10: also unser Geirn mag einfach Klarheit es mag dieses Gefühl was erreicht zu haben Und es ist auch gut so, weil diese Ziele geben uns Orientierung und bringen uns erst mal in die Bewegung.
00:07:24: Also sie helfen uns den ersten Schritt zu machen.
00:07:28: Aber die Ziele haben eine Schwäche Die könnten erreicht werden.
00:07:33: und was passiert danach?
00:07:35: oder was passiert wenn der Weg länger dauert als gedacht?
00:07:39: Genau dort erleben viele Menschen dem Moment an dem die Motivation komplett nachlässt.
00:07:45: Ich habe das auch schon erlebt, wenn ich früher so Wettkämpfe mitgemacht hab.
00:07:50: Weil ja schon der ein oder andere Radmarathon oder der Laufmal dabei mehr bereitet sich vor.
00:07:57: dann erreicht man dieses Ziel und dann fällt mir in so einen Loch was macht man jetzt?
00:08:05: Und auch da habe ich ganz viele Menschen schon erlebt die ihr Ziele erreicht haben zum Beispiel das Wunschgewicht oder halt wie gesagt den Wettkampf.
00:08:15: Die waren, ach dann fitter irgendwie als zuvor und trotzdem haben manche dann später irgendwie einige Zeit später aufgehört.
00:08:24: Aber warum?
00:08:26: Weil das Ziel sie zwar losgehen ließ aber nichts da war was sie irgendwie langfristig getragen hat.
00:08:35: Ich glaube deshalb dass unser Gehirn den Startschuss gibt aber unser Herz entscheidet ob wir bleiben.
00:08:41: Und mit Herz meine ich jetzt nicht irgendwie Romantik oder so, sondern ich meine das was dir wirklich wichtig ist.
00:08:48: Deine Werte, deine Bedürfnisse, deine Erfahrungen Das Gefühl dass du mit einer Handlung verbindest.
00:08:57: Wenn Bewegung nur Kalorien verbrennt wird es irgendwann anstrengend.
00:09:02: wenn Bewegung aber bedeutet Ich schenk mir eine Stunde nur für mich Dann verändert sich die Bedeutung.
00:09:10: Wenn gesunde Ernährung nur Verzicht bedeutet, wird es irgendwann richtig mühsam.
00:09:16: Aber wenn's bedeutet ich möchte mich kraftvoll fühlen und gut für mich sorgen da entsteht eine ganz andere Energie!
00:09:24: Und deswegen frage ich heute viel seltener was möchtest du erreichen?
00:09:28: Viel spannender finde ich die Frage welches Gefühl wünschst Du dir
00:09:32: eigentlich?!
00:09:34: Ich erinnere mich an Kunden der ganz am Anfang mal gesagt hat ich möchte sie ein Kilo abnehmen Und ein paar Monate später habe ich ihm die gleiche Frage nochmal gestellt, was sein Ziel ist.
00:09:45: und dann auf einmal sagte er eigentlich möchte ich morgens wieder aufstehen und mich auf den Tag freuen.
00:09:54: In dem Moment hat sich der Fokus verändert – dann geht es auch nicht mehr um einen Kilometer oder weniger!
00:10:01: Vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen kurzfristiger Motivation und nachhaltiger Veränderung.
00:10:08: Wir verfolgen am Anfang Zahlen, und irgendwann verfolge wir Gefühle.
00:10:14: Gefühlen lassen sich nicht abhagen – und man kann auch nie sagen, jetzt habe ich genug Energie gesammelt und genau deshalb funktioniert es Ganze.
00:10:28: Genau!
00:10:29: Auch da wieder die Identität, machst du deine Identität.
00:10:34: Machst du einem Selbstverständnis.
00:10:37: Geh in das Gefühl rein, dass du erreichen willst und das ist das was es langfristig ausmacht oder etwas langfristiger im Unterschied macht.
00:10:47: Und wenn ich heute auf über dreißig Jahren im Gesundheitsbereich fehle auch so bei der Bildung noch Unzählige, also wirklich viele Begegnungen.
00:10:57: zur Rückblick würde ich sagen Menschen bleiben nicht wegen dem Trainingsplan.
00:11:01: Sie bleiben wenn sie in der Verbindung zu sich selbst aufbauen.
00:11:07: und vielleicht fragst du dich jetzt wie finde ich das heraus was mich wirklich trägt?
00:11:12: Und genau diese Frage widmen wir uns in der nächsten Folge Schritt für Schritt.
00:11:21: Fragte ich heute jetzt noch mal was möchte ich erreichen?
00:11:25: oder nicht nur was möchte ich erreichen, sondern auch wie möchte ich mich auf diesen Weg fühlen.
00:11:31: Vielleicht steckt genau darin der Schlüssel für nachhaltige Veränderungen.
00:11:37: und allumfassend oder zusammenfassender.
00:11:40: noch etwas das habe ich neulich mal gelesen.
00:11:43: es fand ich total schön.
00:11:45: unser Gehirn liebt des Ankommen Es setzt Häkchen hinter Ziele.
00:11:52: Unser Herz liebt das unterwegs sein.
00:11:54: Es sucht nach Sinn, Verbindung und einem Gefühl des bleibt.
00:11:59: Und vielleicht ist genau deshalb ein Ziel wie ein Streichholz Das entfachtes Feuer.
00:12:04: aber die Glut, die uns langfristig werbt entsteht aus dem was uns wirklich wichtig ist.
00:12:13: Ja also in diesem Sinne hoffe ich dass auch da vielleicht der ein oder andere Impuls für dich dabei war Gib mir wirklich gerne mal Feedback, gibts vielleicht noch irgendwelche Fragen die du dir stellst auf dem Weg zum oder bei dem Thema Motivation was dir da noch irgendwie fehlt oder ja was sonst noch irgendwie ihr helfen könnte.
00:12:41: Dann lass mich das gerne wissen.
00:12:43: ansonsten hört ihr die Folge vielleicht auch zweimal an und beantworte mal die Fragen ganz ehrlich für dich.
00:12:52: Und dann freue ich mich auf die nächste Folge!
00:12:55: Bis dahin, tschüss!