Kein Aber.

Kein Aber.

Transkript

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00:00:00: Herzlich Willkommen bei Kein Aber Punkt!

00:00:03: Ja, ich freue mich sehr, dass du heute wieder dabei bist.

00:00:06: Vielleicht hörst Du diese Folge gerade auf dem Weg zur Arbeit?

00:00:10: Vielleicht bist Du draußen irgendwo unterwegs?

00:00:12: Vielleicht sitzt Du auch einfach ganz in Ruhe mit einer Tasse Kaffee auf Deinem Lieblingsplatz und egal wo Du grade bist Ich freue mich das wir die nächsten Minuten gemeinsam verbringen.

00:00:24: Ja, ich möchte heute mit einer Frage beginnen.

00:00:27: Und zwar nicht mit irgendeiner Frage sondern mit eine Frage die mich inzwischen seit über dreißig Jahren begleitet.

00:00:35: Eine Frage die meine Arbeit wirklich verändert hat und ehrlich gesagt ein bisschen auch mich selbst und mich die Frage warum schaffen es manche Menschen dauerhaft gut für sich zu sorgen während andere immer wieder neu anfangen müssen?

00:00:51: Und vielleicht kennst du das.

00:00:53: Du nimmst dir was vor, du möchtest gesünder leben und mehr Sport machen.

00:00:58: Vielleicht abnehmen, mehr schlafen, weniger Stress, mehr Zeit für dich... ...und am Anfang fühlt sich das alles total leicht an!

00:01:07: Du bist motiviert, du kaufst dir vielleicht neue Sportschuhe.

00:01:11: Du meldest dich im Fitnessstudio an oder du nimm's dir vor.

00:01:14: Diesmal zieh ich es wirklich durch.

00:01:18: Und ein paar Wochen später ist davon kaum noch irgendwas übrig.

00:01:22: Kommt ihr das bekannt vor?

00:01:24: Also wenn ja, dann möchte ich dir gleich heute zu Beginn was sagen etwas dass ich mir gewünscht hätte selbst viel früher verstanden zu haben nämlich vielleicht fehlst du gar nicht an Motivation.

00:01:37: Vielleicht fehlt hier was ganz anderes.

00:01:42: Wenn Menschen hören dass ich seit über dreißig Jahren im Gesundheitsbereich arbeite, denken viele zuerst an Training.

00:01:48: An Fitness und Bewegung – an Trainingspläne!

00:01:52: Und ja das gehört natürlich auch dazu.

00:01:55: Bewegung war und ist ein wichtiger Teil meines Lebens aber wenn ich auf diese drei Jahrzehnte zurückblicke dann merke ich, dass sich meine Arbeit total verändert hat nicht weil Bewegung weniger wichtig geworden ist ganz im Gegenteil sondern weil ich angefangen habe, hinter die Bewegung zu schauen.

00:02:16: Ich wollte irgendwann das verstehen!

00:02:18: Ich wollte nicht nur einfach wissen, sondern ich wollte es wirklich verstehen.

00:02:22: Warum schaffen's manche Menschen dauerhaft gesund zu leben?

00:02:27: Warum bleiben manche über Jahre in Bewegungen?

00:02:31: Warum finden manche immer wieder zu sich zurück und andere verlieren sich immer selbst?

00:02:39: Diese Fragen haben mich irgendwie nie losgelassen.

00:02:42: Ich habe mich weitergebildet, nicht unbedingt weil ich dachte dass ich noch irgendwie ein Zertifikat brauche sondern weil ich einfach die Zusammenhänge verstehen wollte und mit jeder Ausbildung, mit jedem Seminar, mit jedem Coaching, mit jeder Begegnung und mit jedem Menschen den ich irgendwann begleiten durfte.

00:03:03: das waren keine einzelnen Antworten.

00:03:06: Es waren viel mehr was wie so ein großes Puzzle und jedes Puzzleteil hat irgendwas ergänzt.

00:03:13: natürlich ist es einmal die Trainingslehre, die Anatomie, die Physiologie aber auch die Psychologie Coaching Kommunikation Persönlichkeitsentwicklung.

00:03:24: Und irgendwann wurde aus den ganzen Puzzelteilen ein großes Bild Ein Bild dass bis heute meine Arbeit prägt, nämlich Gesundheit beginnt nicht beim Trainingsplan.

00:03:38: Gesundheit begint bei Menschen und vielleicht klingt dieser Ersatz im ersten Moment total selbstverständlich aber je länger ich Menschen bekleide es zum mehr wird mir bewusst wie oft wir genau das vergessen.

00:03:53: Wir suchen nämlich den perfekten Plan Die perfekte Ernährung, die perfekste Trainingsmethode, die perfektem Morningroutine und dabei stellen mir viel zu selten die wichtigste Frage überhaupt.

00:04:07: Passt es eigentlich zu mir?

00:04:10: Und das ist was ich immer in meinen Vorträgen auch erwähne wenn's der Nachbarin oder Freundin dem Partner geholfen hat dann heißt es noch lang nicht dass es mir auch helfen muss!

00:04:23: Es gab auch nicht irgendeinen Tag, an dem ich morgens aufgewacht bin und plötzlich alles anders war.

00:04:29: Es waren Prozesse, ein Prozess aus Beobachten, aus Lernen, aus Hinterfragen und vor allem zuhören!

00:04:38: Ich habe über die Jahre wirklich so viele Gespräche geführt vor- und nach dem Training zwischendurch bei einem Café manchmal einfach auf einer Bank, nachdem jemand zu mir gesagt hat, Christine, ich muss dir mal was erzählen Und irgendwann ist mir aufgefallen, nicht zufällig, sondern weil ich angefangen habe genauer hinzuhören.

00:04:58: Die Menschen haben am Anfang über ihre Ziele gesprochen.

00:05:02: Ich möchte zehn Kilo abnehmen, ich möchte endlich schmerzfrei sein!

00:05:06: Ich möchte fitter werden... ...ich möchte meinen ersten Halbmarathon laufen.

00:05:10: Das waren die Ziele.

00:05:12: Aber wenn wir einige Monate zusammengearbeitet haben dann ging es plötzlich gar nicht mehr um die Zielen.

00:05:19: Dann kamen ganz andere Sätze Christian, ich schlafe auf einmal wieder besser.

00:05:24: Ich bin irgendwie gelassener geworden.

00:05:26: Ich hätte nie gedacht, dass mir Bewegung mal fehlen würde.

00:05:30: Ich fühle mich einfach wieder wohl in meinem Körper und genau dort ist was ganz Spannendes passiert.

00:05:36: Mir wurde nämlich klar die Menschen bleiben nicht wegen ihrer Ziele sondern sie bleiben wegen dem Gefühl Und ich glaube das es eins der größten Irrtümer überhaupt.

00:05:50: Wir glauben, wir trainieren für ein Ziel.

00:05:52: Für die Zahl auf der Waage!

00:05:54: Für den Wettkampf, für den Blutdruck... ...für den Rücken, für die Bikini-Figur – auch jetzt wieder ganz, ganz interessantes Thema – für den Arzt, für einen Sommerurlaub also für irgendwas, was für irgend wehen.

00:06:08: Aber vielleicht bleiben wir gar nicht deswegen sondern vielleicht bleiben weil wir irgendwann erleben durften wie sich es anfühlt mit mehr Energie aufzuwachen, leichter durch den Tag zu gehen sich selbst wieder zu vertrauen oder einfach so ein Gefühl nach dem Training zu genießen bei dem man sich vorher überhaupt nicht aufraffen konnte.

00:06:32: Das habe ich so oft des Leute zu mir ins Training kommen und sagen, oh Christine!

00:06:36: Ich wollte eigentlich heute am liebsten absagen und nach dem training ich bin so froh dass ich jetzt wirklich da war.

00:06:44: Genau an dem Punkt beginnt für mich die eigentliche Reise, nämlich nicht die Reise zu einem besseren Körper sondern die Reis zu einem besseren Verständnis von uns selbst.

00:06:56: Vielleicht ist Motivation gar nicht der Anfang einer Veränderung.

00:07:01: vielleicht ist sie das Ergebnis davon dass wir etwas gefunden haben dass sich wirklich nach uns anfühlt.

00:07:11: Ja Das war jetzt so ein ganz, ganz kleiner Impuls heute.

00:07:16: Was ich vorhabe ist euch noch mehr Impulse in Zukunft über das Thema Motivation mitzugeben.

00:07:22: Deswegen war die Folge heute auch nicht so lange.

00:07:27: Schau doch mal rein!

00:07:28: Fühl doch mal reien ob es irgendetwas gibt was gar nicht mit einem rationalen Ziel zu tun hat sondern ob's irgendein Gefühl gibt was du wieder fühlen möchtest.

00:07:41: ja Und in diesem Sinne ganz, ganz schöne Zeit.

00:07:46: Im Moment ist es sehr, sehr warm draußen aber es ist halt so.

00:07:51: im Sommer, im Winter ist es halt kalt und lasst dir gut gehen!

00:07:56: Ich wünsche dir ganz viel Freude mit den paar Impulsen und bis ganz bald tschüss.